Projekt Antifa Aachen
Kameradschaft Aachener Land
Eine ausführlichere Übersicht über die KAL findet ihr unter aachen.antifa.net

Die Kameradschaft Aachener Land gehört zu den sogenannten freien Kameradschaften. Sie ist 2001 aus dem Umfeld des 'Braunen Hauses' um den Neonazi René Laube aus Eschweiler hervorgegangen.
Die Kameradschaft Aachener-Land unterhält gute Verbindungen zu Gruppierungen im Ausland, insbesondere in den Niederlande und Belgien.
Auf ihr Konto gehen unter anderem Morddrohungen, Körperverletzungen und ein vorgetäuschter Milzbrandanschlag auf die Jüdische Gemeinde in Aachen.
Sie konnte zeitweise mit Hakenkreuzen und Hitlergrüßen ungestört von der zuständigen Staatschutzabteilung unter .de-Domain auftreten.

(unvollständige) Geschichte


2001 entsteht die Kameradschaft Aachener Land aus dem Umfeld 'Braunen Hauses' um den damals Wehrdienstleistenden René Laube aus Eschweiler.

Oktober 2001: Nach den Anschlägen gegen das World Trade Center in den USA und während der danach eingesetzten Antrax-Atrappen-Verschickung in Deutschland wird aus dem Umfeld der Kameradschaft Aachener Land eine Antrax-Atrappe an die Jüdische Gemeinde Aachen verschickt.
Die Fingerabdrücke des KAL-Neonazis Marc Königs finden sich auf dem Briefumschlag. Königs behauptet im Prozess 2003, er habe die Briefe einem Kameraden (der 2002 aus der Neonaziszene ausgestiegen war) geschenkt.
Das Gericht spricht Königs daraufhin von dem Vorwurf frei, auch wenn es ernste Zweifel an der Aussage äußert.

Februar 2002: Neonazis der Kameradschaft Aachener Land observieren das Aachener "Ché-Haus", ein Café der RWTH in welchen sich ausländische und linke Gruppen treffen.
In den folgenden Wochen werden im Gästebuch der Kameradschaft mehrfach Drohungen gegen das Ché-Haus ausgesprochen, insbesondere auch von dem unter dem Pseudonym "Euro" agierenden Marc Königs (wörtlich: "VIELEN DANK FÜR JEDEN SCHLAG DEN IHR DORT AUSTEILT.").
Die Adressdaten von AntifaschistInnen, u.a. dem Sprecher der Eschweiler Bürgerinitiative "Gemeinsam gegen Neonazis" werden veröffentlicht.

16.2.2002: In Stolberg marschieren ca. 30 Neonazis, darunter zahlreiche Mitglieder der Kameradschaft Aachener Land zum Thema "Die Rechten gegen das Schächten" mit dem Neonazi Willibert Kunkel (noch DVU, kurze Zeit später NPD) auf. Nachdem René Laube "Ruhm und Ehre der Waffen-SS" skandiert, wird er vorläufig festgenommen und die Demo aufgelöst.
Der CDU-Bürgermeister distanzierte sich von den Gegendemonstrationen, da er "Radikalen kein Forum bieten" wolle. AntifaschistInnen konnten den Aufmarsch trotz starker Polizeipräsenz mehrfach behindern, die Polizei legte später Fotos von abfotografierten Antifas Neonazis zum Vergleich vor. Presse

Februar 2002: In Langerwehe werden 8 Neonazis aus dem Umfeld der KAL, welche zum Naziaufmarsch gegen die Wehrmachtsausstellung in Bielefeld wollten, angeblich von 20 Vermummten angegriffen. Die KAL hatte zuvor den Treffpunkt im Internet veröffentlicht. Außer den Nazis sieht allerdings keiner die Angreifer, was den Staatsschutz allerdings nicht davon abhält den Nazis Bilder von auf Naziaufmärschen in Stolberg abfotografierten antifaschistischen DemonstrantInnen zur Verfügung zu stellen.
Die Nazis wählen aus den Fotos (offenbar willkürlich) einen Aachener Studenten aus, und der Staatschutz durchsucht am 20.12.2002 seine Wohnung in Mönchengladbach. (PE des EA Aachen)
Die Behauptungen können widerlegt werden, der Gewinner ist dennoch die KAL, welche durch den Aachener Staatsschutz Bilder von GegnerInnen zugespielt bekommt, und diese für ihre Anti-Antifaarbeit nutzen kann.

Juni 2002: Während der Fußball-Weltmeisterschaft 2004, bei der Deutschland ins Finale gelangt, kommt es nach den Spielen der deutschen Nationalmannschaft zu Ausschreitungen mit Neonazis.
In Aachen pöbeln Neonazis, auch aus der KAL, "linke" Personen an ("Zecke ins KZ").

16.07.2002 Mehrere Mitglieder des NPD-Kreisverband Aachen (siehe NPD Stolberg) und der Kameradschaft Aachener Land, darunter Willibert Kunkel, René Laube und Marc Königs versuchen auf der Ausstellung "Neofaschismus in der BRD" in Eschweiler zu provozieren.
Marc Königs bedroht den Sprecher der BI Eschweiler "Gemeinsam gegen Neonazis". (siehe 18.11.2003)

2002 (Bundestagswahl): Mitglieder der KAL unterstützen die NPD und Kunkel beim Wahlkampf

17.11.2004: Neonazis der KAL und NPD marschieren gemeinsam mit ehemaligen Angehörigen der Waffen-SS zum "Volkstrauertag" in Vossennack (Gemeinde Hürtgenwald) auf. Die Polizei greift nicht ein und hält nur protestierende Antifas ab. Bericht, Antifa Düren

April 2003: Marc Königs wird wegen Bedrohung "Gemeinsam gegen Neonazis"-Sprechers (Eschweiler) zu einer Strafe von 750 Euro verurteilt.
René Laube und Carsten Büttgen behaupten im Prozess, der BI-Sprecher hätte Königs beleidigt und die Bedrohung hätte nicht stattgefunden. Diese falschen und (auch noch schlecht) abgesprochenen Aussagen konnten durch Fotos widerlegt werden, so dass gegen die beiden Neonazis Anzeige wegen uneidlicher Falschaussage eingeleitet wird. Beide werden am 29.9.2004 zu einer auf Bewährung ausgesetzten Geldstrafe verurteilt, d.h. quasi freigesprochen.

16. Mai 2003: Mitglieder der Kameradschaft Aachener Land (u.a. Karsten und Michael Büttgen, Rene Laube, Dirk Müllejans, Daniel Keller) versuchen das Antifakonzert Fight Fascism III in Stolberg mit Reizgas aus einem Autokorso heraus anzugreifen. Nur die schnelle Reaktion der KonzertteilnehmerInnen verhindert den Angriff. In der Nacht zuvor hatten Neonazis bereits antisemitische Flugblätter vor dem Konzertgebäude verstreut.
Die überforderte örtliche Polizei ruft eine Hundertschaft und eine Hundestaffel aus Köln zum Schutz des Konzertes zu Hilfe.
Nach groben Schätzungen hat die KAL um die 100 Nazis nach Stolberg geholt/mobilisiert, die versuchen das Konzert und seine BesucherInnen anzugreifen.

17.Mai 2003: In einer Antifaschistischen Kaffeefahrt besuchen AntifaschistInnen unter anderem auch die Wohnorte von Neonazis der Kameradschaft Aachener Land um die NachbarInnen über die Neonazis aufzuklären.
Karsten und Michael Büttgen, greifen die AntifaschistInnen mit einem Flaschenwurf an.
René Laube, Karsten und Michael Büttgen sprachen ihre Aussagen mit dem NPD-Neonazi Kunkel ab, um eine falsche Strafanzeige gegen den Sprecher der Eschweiler Bürgerinitiative "Gemeinsam gegen Rechts" zu stellen. Auch der Vater der Neonazis Karsten und Michael Büttgen, Arndt Büttgen, strengte eine Zivilklage gegen den BI-Sprecher an, die er verliert.
Die Polizei durchsuchte auf Befehl der Staatsanwaltschaft mehrfach das Haus des BI-Sprechers, obwohl sie um die Falschheit der Nazi-Aussagen wusste. Es wurden willkürlich aus der "antifaschistischen Szene" in Aachen 11 "ZeugInnen" vorgeladen.
Im Gegenzug wurde das Verfahren wegen der falschen Strafanzeige gegen Kunkel direkt eingestellt und der Einspruch dagegen abgelehnt.
Am selben Tag marschieren rund 20 Skinheads aus der KAL mit Reichskriegsflagge vor dem Haus des Sprechers der Eschweiler Initiative "Gemeinsam gegen Neonazis" auf.

Juni 2003: René Laube veröffentlicht die KAL-Homepage unter k-a-l.de, mit Hakenkreuzen, Blood&Honour-Werbung und Hitlergrüßen. Die Seite bleibt nicht mehr als 2 Wochen im Netz, es werden aber keine Ermittlungen wegen Volksverhetzung vom Aachener Staatsschutz eingeleitet.

Herbst 2003: Die KAL marschiert mit eigenem Transparent als "KamMeradschaft Aachener Land" auf dem Naziaufmarsch mit.

18.11.2003: Marc Königs wird vom Aachener Landgericht in zweiter Instanz zu einer Geldstrafe von 750 Euro verurteilt. Er hatte den Sprecher der BI Eschweiler bedroht.
Trotz Fingerabdrücke auf dem Briefumschlag der Milzbrandatrappe, der 2001 an die jüdische Gemeinde in Aachen geschickt wurde, und der nachweislich aus dem KAL-Umfeld stammt, wurde er in diesem Punkt freigesprochen.

16.01.2004: Arndt(Arnold) Büttgen, Vater der KAL-Anführer Carsten und Michael Büttgen, verklagt in einem Zivilprozess den Sprecher der Eschweiler BI "Gemeinsam gegen Neonazis" und behauptet dieser hätte ihn auf der Antifaschistischen Kaffeefahrt als Neonazi bezeichnet. Seine Nazisöhne Carsten und Michael versuchen die Version ihres - nach eigenen Aussagen "völlig unpolitischen" - Vaters mit Falschaussagen zu stützen. Die Klage scheitert jedoch aufgrund der klaren Beweislage, die Büttgenbrüder müssen ihre Falschaussagen revidieren/verwässern.

9. September 2004: Nazis der KAL und der NPD Stolberg nehmen am "Kehraustag" in Stolberg teil, und stellen die Mehrheit der Anwesenden. Bürgermeister Siebertz (CDU) sieht darin kein Problem und überreicht den Nazis auch ohne Gewissenbisse ihre Tombolagewinne. (Pressebericht)
Am gleichen Abend findet unter Polizeischutz das Konzert "Fight Fascism IV" in Stolberg statt. Die Polizei muss eine Gruppe von KALern aufhalten (einer davon mit "Combat 18"-T-Shirt, die zum Konzert wollen. (Pressebericht)


22.09.2004: Nazis aus NPD und KAL verhindern die Auftaktkundgebung einer angemeldeten antifaschistischen Demonstration. Nazis grölen u.a. "Rote Ratte wir kriegen dich". Die Polizei weigert sich einzuschreiten. Bericht

29.9.2004: René Laube und Carsten Büttgen, Anführer der Kameradschaft Aachener Land, werden trotz uneidlicher Falschaussage für Marc Königs gegen den Sprecher der Eschweiler Bürgerinitiative "Gemeinsam gegen Neonazis" (siehe Juli 2002) quasi freigesprochen (die geringe Geldstrafe wird zur Bewährung ausgesetzt). Die Richterin würdigte die Falschaussage der KAL-Führer als verständlich wegen der "Gruppenzugehörikeit" und der politischen Gegnerschaft zum BI-Sprecher. (Pressebericht)

16. Oktober 2004: Die Kameradschaft Aachener Land nimmt ungestört am "Ostdeutschen Markt" in Düren Teil.

6.11.2004 Nazis marschieren in Erkelenz in einem sogenannten "Heldengedenkmarsch" zu Ehren der Wehrmacht auf. 80 Rechtsextremisten, aus u.a. aus der Essener Kameradschaft Josef Terboven, der regionalen NPD und der Kameradschaft Aachener Land auf.
Vermummte Neonazis greifen aus der Demo heraus GegendemonstrantInnen an und attackieren gezielt einen Journalisten. Die Polizei löst den Aufmarsch dennoch nicht auf. Pressebericht des attackierten Journalisten incl. Nazipostings
Wegen der Unfähigkeit der Polizei, den offen neonazistischen Aufmarsch auch nach dem Angriff auf GegendemonstrantInnen nicht aufzulösen, und dem Ignorieren des Angriffes der Neonazis durch die (monopolisierte) Lokalpresse der Aachener Zeitung veröffentlicht das Antifaprojekt eine Presseerklärung zum Umgang mit Neonazis
In den folgenden Tagen veröffentlicht die Mönchengladbacher NPD, also die OrganisatorInnen des Naziaufmarsches, von der Homepage des angegriffenden Journalisten kopierte Bilder. (Bericht des Journalisten)

20.11.2004: Beim Naziaufmarsch in Nastätten zur Wiedererrichtung eines Waffen-SS-Gedenksteins marschiert die KAL mit auf und stellt Ordner für die Nazidemo.

4.2.2005: Arndt Büttgen, Vater der KAL-Anführer Carsten und Michael Büttgen, verklagt in einem Zivilprozess den EX-Büroleiter der PDS, wegen der Antifaschistischen Kaffeefahrt. Erneut will der Dürener (der nach Gerüchten wegen seiner verlorenen Zivilklage gegen den Eschweiler BI-Sprecher vom 16.01.2004 in Geldproblemen steckt) Geld für angeblich falsche Behauptungen, er sei ein Neonazi und NPDler, haben. Als Zeugen lässt er wieder seine Söhne auftreten, die schon mehrfach wegen Falschaussagen aufgefallenen sind. Pressebericht zum Prozessauftakt

2.4.2005: René Laube bedroht Antifaschisten mit Mord: Bei seiner Unterschriftensammlung zur Kanditatur für den Landtag droht der Neonazi einem Antifaschisten an, den Punker-Mord von Dortmund wiederholen zu wollen. PE der Antifa Düren, Presse

Personen


René Laube


Rene Laube

Rene Laube
(siehe auch René Laube) Gründungsmitglied und Führungsmitglied der Kameradschaft, der Webmaster der ehemaligen Homepage, die er auch als Besitzer als de-Domain anmeldete.
Bedrohte Antifaschisten mit Mord (2.4.2005)
Veurteilt wegen Falschaussage gegen einen Antifaschisten.
Er arbeitet mit dem Neonazi Kunkel aus der NPD Stolberg zusammen.

Büttgen-Brüder


Gründungsmitglieder der Kameradschaft und Führungsmitglieder. Bei einer antifaschistischen Kaffeefahrt, warfen sie eine Flasche nach den Flugblätter verteilenden Antifas.
Ihr Vater, Arndt Büttgen, zeigt alles an, was ihn Nazi nennt (oder von wem er meint dafür Geld zu kriegen)...

Mark Königs


Marc Königs

Marc Königs
(siehe auch Marc Königs) Fußballhool, der häufig im Stadion von Alemania Aachen anzutreffen ist.
Eng befreundet mit Carsten und Michael Büttgen.
Mittlerweile behauptet er (in einem Prozess), tatsächlich nicht mehr Mitglied der KAL zu sein, allerdings noch freundschaftlichen Kontakt zu den KALern zu pflegen.
Verurteilt wegen Bedrohung eines Antifaschisten.
Unter dem Pseudonym "Euro" agierte er im Internet und rief dort zum gewalttägigen Angriff gegen AntifaschistInnen auf.
Seine Fingerabdrücke wurden auf einer Antraxatrappe an die Jüdische Gemeinde Aachen gefunden. Er belastete einen Naziaussteiger und wurde, trotz Zweifeln auch beim Richter, freigesprochen.

Weitere Personen


Stefan Göttel, Eschweiler
Ralph Janßen, Aachen
Daniel Keller, Inden
Bianca König, Übach-Palenberg
Danny Malzer, Monschau
Oliver Milles, Stolberg
Dirk Müllejans, Stolberg
Thomas Schlee, Eschweiler
Patrick Schmidt, Eschweiler
Thomas Weichelt, Eschweiler
(Quelle: Autonome Antifa Aachen)

Unterkategorien: Karsten Büttgen
Marc Königs
Michael Büttgen
René Laube

Oberkategorien: [+] Rechtsextreme Organisationen

Texte: 2005
30. September 2005: Nazis wegen Falschaussage zugunsten Rene Laubes vor Gericht (Antifa)
2006
26. Januar 2006: Aktionsplan gegen Neonazismus gefordert (Antifa Düren)
26. Februar 2006: Lars Hildebrandt in Aachen aktiv [updated] (s.p.u.n.k. Aachen)
20. August 2006: Antifaschisten warnen Gastwirte vor geplantem neonazistischen „Liederabend“ im Kreis Düren (VVN-BdA Düren und Antifa Düren)
5. September 2006: Stoppt die Neonazis in Düren – und anderswo! (Antifa Düren und VVN-BdA Aachen)

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