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BI Gemeinsam gegen Neonazis Eschweiler >>www.gemeinsamgegenneonazis.de
Spätherbst 1996: Durch den Zuzug des rechtsextremen Verlegers Manfred Rouhs kommt es zu einem Aufmarsch von rechten Skins und linken Autonomen, bei dem Zusammentreffen werden mehrere Autos beschädigt. 11.11.1996: Angestoßen durch das Bündnis gegen alte und neue Nazis gründet sich die Bürgerinitiative Gemeinsam gegen Neonazis, eine Initiative der DürwißerInnen gegen Neofaschismus 04.12.1996 1.000 Unterschriften wollen wir dem Bürgermeister Esser (CDU) überreichen, dieser ist jedoch nicht gewillt außerhalb der Bürgersprechstunde mit uns zu reden. Dank der Fraktion Die Grünen können wir diese Unterschriftenlisten jedoch während der Ratssitzung überreichen 25.01.1997 170 neue Mitglieder können wir an zwei Infoständen an zentralen Orten in Dürwiß dazu gewinnen 01.02.1997 700 Demonstranten aus ganz NRW treffen sich in Eschweiler, um gegen das "Braune Haus" in Dürwiß zu demonstrieren 16.04.1997 Unser Sprecher Holmar Milar diskutierte bei einer Podiumsdiskussion der VHS zum Thema "Was tun gegen Rechts?" mit den Eschweiler BürgerInnen 15.06.1997 Mit einem kulturübergreifenden Gottesdienst (protestantisch und muslimisch) begann unser Friedensfest, hier konnte man sich von multikultureller Musik und Theater verzaubern lassen, türkisch, griechisch und portugiesisch essen und zum sich zum Thema Rechtsradikalismus informieren 20.06.1997 72.080 Meter laufen 22 Mitglieder der Germania Dürwiß, vom "braunen Haus" bis zum Landesinnenministerium, um Innenminister Kniola (SPD) um Unterstützung unseres Kampfes zu bitten. Herr Kniola sagt zu dass er Herrn Rouhs verstärkt durch den Verfassungsschutz überwachen lässt 06.12.1997 In der Art einer Mahnwache stehen 20 Personen mit Glühwein und warmen Tee vor dem "braunen Haus", als Herr Rouhs mit seinem Auto ankommt und uns dort stehen sieht fährt er vorbei und lässt sich an diesem Tag nicht mehr in Dürwiß sehen Januar 1998 Die Anzeichen verdichten sich, dass Rouhs seine Sachen gepackt hat und Dürwiß den Rücken gekehrt hat. gegen Ende des Monats ist es dann sicher, Rouhs ist nun in Köln gemeldet 11.05.1998 Nach genau 18 Monaten löst sich die Bürgerinitiative auf, obwohl das Problem des Rassismus und Faschismus nicht aus der Welt ist. Januar 1999 Böse Zungen behaupten das es genau so kommen musste, kaum haben wir und aufgelöst zieht Achim Ezer, Landesvorsitzender der JN, mitsamt seinem Verlag "schwarze Fahne" in das braune Haus ein 30.01.1999 200 Demonstranten folgten dem Aufruf des VVN, der am "braunen Haus" an die Machtergreifung der Nazis im Jahre 1933 erinnerte 20.05.1999 Im Rahmen der VHS veranstaltet die Bürgerinitiative einen Diavortrag zur Struktur der NPD/JN 04.09.1999 Wieder 300 Demonstranten in Dürwiß 30.09.1999 Eine Vortragsreihe nimmt ihren Anfang, veranstaltet von der VHS, initiiert von uns, in der über die Gefahren von rechts berichtet wird. Das heutige Thema lautet: "Eschweiler- ein Knotenpunkt im braunen Netz?" 28.10.1999 In der Vortragsreihe berichtet ein Sprachforscher über "Heidentum, Musik und Terror, Musik als Propagandamittel der extremen Rechten" 09.11.1999Vor dem "braunen Haus" versammeln sich mehrere Mitglieder der Bürgerinitiative um an die Reichsprogromnacht (auch Kristallnacht) zu erinnern, die 1938 den Holocaust einläutete 25.11.1999 Unter dem "Thema "Lieber raus auf die Straße als Heim ins Reich" referierte ein Mitglied der Aktion Courage über Rassismus an den Schulen und was Lehrer, Eltern und Schüler hiergegen unternehmen können 25.01.2000 "Die Gefahren von rechts, woher kommen die Neonazis" so lautet ein Vortrag eines Sprachwissenschaftlers. Die erschreckendste Erkenntnis hierbei ist, dass sich die Gesellschaft immer weiter nach rechts verschiebt 30.03.2000 Das Geltende Recht ist in Ordnung, nur die Umsetzung reicht nicht. Das ist die Erkenntnis aus dem Vortrag "Neonazismus einfach verbieten? Staatliche Handlungsmöglichkeiten und ihre Grenzen" einer Bundestagsabgeordneten von B'90/Die Grünen 13.04.2000 Der Rat der Stadt beschließt auf unsere Initiative hin einstimmig(!) eine Resolution, in der sie sich verpflichtet verstärkt gegen Rassismus und Faschismus vorzugehen und ruft jede(n) auf sich dieser
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