Projekt Antifa Aachen

Lars Hildebrandt in Aachen aktiv [updated] Sonntag 26. Februar 2006

Der vorbestrafte Neonazi Lars Hildebrandt (siehe VVN-BdA Stade) wohnt in Aachen und ist in der Kameradschaft Aachener Land (KAL) aktiv.
Nachdem der freie Journalist Michael Klarmann einen Artikel über ihn veröffentlichte, drohen ihm nun Neonazis aus KAL und Widerstand Mönchengladbach (vgl. Klarmanns Welt).

Anfang 2005 bemühte sich der schon mehrfach wegen Straftaten (Überfall auf Jugendtreff, Überfall auf Flüchtlingswohnung, Schändung eines KZ-Mahnmals; siehe VVN-BdA Stade) verurteilte Neonazi Lars Hildbrandt (Bild) um Kontakte zur regionalen Neonaziszene.
Oktober 2005 veröffentlichte die neonazistische Kameradschaft Aachener Land (KAL) stolz seinen Auftritt bei einer von der KAL organisierten Veranstaltung - als Mitglied der Band "zogsux" (ZOG = "Zionist Occupied Government"). Auch im Forum der KAL postete Hildebrandt fleißig mit.
Auf der Homepage der Band, bekennt sich Hildebrandt ausdrücklich zu seinen neonazistischen Aktivitäten (d.h. schwere Körperverletzung, Schändung von Holocaustmahnmalen etc.), für die er auch schon länger ins Gefängnis gewandert war, und kündigt weitere Aktionen an, allerdings sei er jetzt "gewaltbereiter, als je zuvor... Meine Ziele sind dieselben und ich verfolge sie mit der gleichen Hingabe, wie früher.".
Einen Vorgeschmack wie das aussieht durfte in der letzten Zeit der freie Journalist Michael Klarmann erfahren. Nachdem er über Hildebrandt als "Lars H." berichtet hatte, drohten ihm Nazis aus Kameradschaft Aachener Land und Widerstand Mönchengladbach ("hoffentlich bekommt das Klarmännchen mal wieder paar auf die Fresse").
Hildebrandt selber behauptete per Internet, dass ihn zwei Menschen vor seinem Haus (dessen Adresse jedeR interessierten ComputerbenutzerIn schon seit der Veröffentlichung seines Namens auf der Homepage der KAL im Oktober 2005 bekannt war) angegriffen hätten, nachdem Klarmann seinen Bericht in seinem Webblog veröffentlicht hatte, er sie aber in die Flucht geschlagen habe. Ob sich der Vorfall tatsächlich so (wenn überhaupt) abgespielt hat, oder ob der ja schon als Schläger bekannte und verurteilte Hildebrandt vor seiner Tür einfach zwei vorübergehende ihm nicht passende Menschen angegriffen hat (wäre ja nicht das erste Mal), lässt sich wohl nicht so einfach klären - zumindest weiß anscheinend niemand außer Hildebrandt selbst von diesem "Überfall", und er selbst rühmte sich auch damit, dass er "nicht genäht werden [musste] ... es würde mich interessieren ob [die AngreiferInnen] das gleiche glück hatten" (Quelle: mittlerweile gelöschtes Kommentarposting bei Klarmanns Welt), er also anscheinend deutlich kräftiger ausgeteilt hat, als er (angeblich) einstecken musste.

Der Vorfall zeigt auf jeden Fall wieder einmal, wie gefährlich die Naziszene in der Region ist. Das Gewaltpotenzial bei der Kameradschaft Aachener Land ist immens. Während in anderen Bundesländern, wenn auch zögerlich, einige neonazistischen Gruppierungen aufgelöst wurden, halten Staatsanwaltschaft und Polizei Aachen ihre Augen geschlossen, wenn es um Neonazis geht.
Eine Gruppierung, die sich selbst der Ideologie von Wiking Jugend (verboten), FAP (verboten) und NPD verbunden sieht, welche sich im Internet mehr oder weniger offen zum verbotenen Blood&Honour-Netzwerk bekennt, und deren Mitglieder Straftaten von Falschaussagen zu Gunsten von Kameraden oder gegen politische Gegner, über Körperverletzung, Volksverhetzung und Verwendung verfassungswidriger Kennzeichen bis hin zu Morddrohungen begangen haben, deren Untergruppe "Sektion Nordeifel" unter Danny Malzer in der nördlichen Eifel ihr neonazistisches Unwesen treibt, muss - wenn sich Polizei und Staatsanwaltschaft noch irgendwie ans Grundgesetz halten wollen - verboten werden.
Sollte es in Zukunft tatsächlich zu Übergriffen von Neonazis kommen, tragen die Justizbehörden einen Teil der Schuld, da sie in der Vergangenheit - zeitgleich wegen Überbelastung klagend - bei AntifaschistInnen wegen "Beihilfe zur Beleidigung" Hausdurchsuchungen durchführten, aber bei Neonazis bei Drohungen und Körperverletzungen die Verfahren einstellten (wenn überhaupt aufnahmen).

Kameradschaft Aachener Land verbieten!
Nazis raus aus Aachen und anderswo!

siehe auch: Antifa Düren - Aktionsplan gegen Neonazismus gefordert

Update:
Mittlerweile wurde aus dem angeblichen Überfall auf Hildebrandt (in einer Prollmail an Projekt Antifa) ein reiner "scheiss fascho"-Spruch von Jugendlichen vor Hildebrandts Haustür. Daraufhin verletzte er die Jugendlichen mittel bis schwer (s.o). In seiner Mail vom 26. Februar 2006, unter dem Pseudonym "zogsux" gehostet bei "lycos.de" pöbelte der vorbestrafe Neonazi weiter und drohte zwischen den Zeilen mit (weiterer) Gewalt.

Autor: s.p.u.n.k. Aachen
Stichwörter: Kameradschaft Aachener Land


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