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Gatzweiler "Stolberg darf nicht zum Treffpunkt und Versammlungsort von Rechten werden"
von s.p.u.n.k Aachen - 14.4.2005 20:10

Der Stolberger Bürgermeister Ferdi Gatzweiler spielt blinde Kuh. Nachdem er bereits mit dem Polizeipresi abgesprochen hat, dass die Veranstaltung der Nazis wie geplant stattfinden kann, spielt er vor der Presse nun den entsetzten und überraschten Bürgermeister.

Nachdem mit NPD und DVU seit Monaten bereits zwei rechtsextremistische Parteien im Parlament sitzen, mindestens eine davon mit engen Kontakten zur militanten Kameradschaft Aachener Land, und der Bürgermeister seinerzeit sich nicht mal traute öffentlich bei der ersten Sitzung gegen die Nazis Stellung zu beziehen, erklärt der SPDler erst jetzt, als bekannt wird, dass Stolberg wieder überregional als brauner Fleck in NRW in die Schlagzeilen kommt, «Da sage ich als Bürgermeister dieser Stadt: Das Maß ist voll!».
Seit Jahren können NPD, DVU und ihre Schlägertruppe der Kameradschaft Aachener Land in Stolberg frei agieren, angemeldete Demonstrationen verhindern, Antifakonzerte angreifen etc.
Stolberg dürfe nicht zum Treffpunkt und Versammlungsort von Rechten werden, sagt Gatzweiler. Damit verkennt er aber, dass es das schon längst ist. Mehrere Nazi-Demos konnte Kunkel ungestört durchführen.
Dies alles hatte den Bürgermeister und (bis Okt 2004) seinem CDU-Vorgänger nicht interessiert.
Und anstatt gegen die Nazis vorzugehen, will Gatzweiler sich im Rathaus verstecken: "Höchste Zeit offensiv zu werden" spricht er, und fordert im gleichen Atemzug die Bürger auf, im Rathaus (nicht vor der Stadthalle, wo die Nazis sein werden) "ein deutliches Zeichen zu setzen". Im Klartext: Ins Rathaus, Augen und Ohren zu, und hoffen das die Nazis von selber gehen.
Dies ist sicherlich ein deutliches Zeichen: Stolberg ist für Nazis, nicht zuletzt wegen freundlicher Unterstützung der bürgerlichen "demokratischen" Seite, ein gern genutzter Freiraum, und das wird sich mit dieser ignoranten Einstellung und dem Blinde-Kuh-Spielen des Bürgermeister wohl nicht ändern.

AntifaschistInnen und Menschen die sich nicht im Rathaus vor den Nazis verstecken möchten:
# Stolberg: 11 Uhr auf dem Kaiserplatz.
# Aachen: 9.45 Uhr Aachen HbF
# Düren: 10 Uhr Düren Bahnhof

Keinen Fußbreit den Faschisten!

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