von Antifa Düren - 5.11.2004 22:35
Ist der BdV Düren wirklich der harmlose Trachtenverein, als den er sich selbst gerne in der Öffentlichkeit darstellt?
Hier ein paar Fakten:
In den vergangenen sieben Jahren wurden zum "Tag der Heimat" nach Düren mindestens vier Festredner eingeladen, denen enge Verbindungen zur Neonaziszene nachweisbar sind.
Namentlich waren dies 1995 Renate Sappelt, 1999 Ortwin Lowack, 2000 Rüdiger Goldmann, und 2001 Paul Latusek. Ihre Verbindungen zu Neonazis sind im Handbuch "Deutscher Rechtsextremismus" hinreichend dokumentiert. Wer bei dieser Häufigkeit an Zufälligkeit glaubt sollte ruhig weiterschlafen, sich aber nicht wundern, wenn es ein böses Erwachen gibt.
Diese Tatsachen lassen eigentlich nur den Schluss zu, das Verbindungen zwischen dem BdV Düren und Neonazis Programm sind.Wenn der BdV- Hardliner Weschke die berechtigte Kritik der Antifa Düren mit einem Urteil des Amtsgericht Düren zu entkräften versucht, so ist dies genauso verlogen wie die Behauptung, der BdV sei ein harmloser Trachtenverein.
Worum ging es im von Weschke angesprochenen Urteil? Das Amtsgericht hatte damals lediglich festgestellt, das die Mitgliedschaft Rüdiger Goldmanns im von Neofaschisten dominierten "Witikobund" ruht. Nur in diesem Punkt musste sich Herr Böling berichtigen. Dies änderte allerdings nicht an der Tatsache, dass auch Rüdiger Goldmann intensive Kontakte zu Neonazis hat, die selbst nach seinem Austritt aus dem "Witikobund" noch nachweisbar sind. Diese Vorwürfe wurden in dem Verfahren nicht entkräftet.
Warum verschweigt Herr Weschke eigentlich die Ereignisse des vergangenen Jahres? Hat er es etwa schon vergessen, dass die von der Antifa Düren vorgelegten Beweise, das der von ihm eingeladene Festredner Latussek noch tiefer im braunem Sumpf steckt als alle anderen Redner vor Ihm, selbst den Landrat und auch den Bürgermeister veranlassten, Druck auf ihn auszuüben auf Latussek zu verzichten? Weschke allerdings behauptet bis heute, dass Latussek eine integere Person sei. Und diesem Neonazifreund soll am 7. September die Möglichkeit geboten werden, im Rathaus das Wort zu ergreifen. Dies ist eine ungeheuerliche Provokation und Wasser auf die Mühlen der Neonazis. Aber auch der "Ostdeutsche Markt" ist ein Skandal. Nicht der Markt und die Produkte die dort angeboten werden sollen, wohl aber der Geist der dahinter steht ist Grund zur Besorgnis. Denn unterschwellig zielen die Veranstalter darauf ab, den Gedanken wach zu halten, Deutschlands Grenze hört nicht an der Oder und Neiße auf.
Wir als Antifaschisten halten an unseren geplanten Protesten unbeirrt fest und fordern alle antifaschistischen und demokratischen Menschen auf, sich an den Protesten zu beteiligen.
Unsere Kundgebung beginnt um 10.00 Uhr auf dem Kaiserplatz.
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