von Antifa Düren - 5.11.2004 21:47
Unter der Beweislast gegen den Festredner der Veranstaltung zum "Tag der Heimat" des BdV Düren, Paul Latussek, hat der Landrat Spelthahn neben der Aufkündigung der Schirmherrschaft auch die Werbeplakate im Kreishaus entfernen lassen. Mit den Plakaten wurde für die Veranstaltung mit dem der neofaschistischen Szene zuzuordnenden Redner geworben.
Diesem guten Beispiel folgten Dürener Antifaschisten, als sie am Freitag vergangener Woche selbige Plakate, die im Rathausfoyer angebracht waren, entfernten. Die Verantwortlichen im Rathaus hatten es aber sehr eilig, die so entstandene Lücke auf der Plakatwand wieder zu füllen. Anstatt diese Lücke mit einem Plakat zu füllen, das sich eindeutig gegen Naziterror, Rassismus und Revanchismus wendet, hat man es vorgezogen wieder das Plakat anzubringen, auf dem mit dem Neofaschisten Latussek für den "Tag der Heimat" in Düren geworben wird. Außerdem stand auf diesem Plakat immer noch der Landrat als Schirmherr, obwohl er die Schirmherrschaft zu diesem Zeitpunkt schon längst öffentlich begründet abgelehnt hat. Das Plakat hing auf jeden Fall noch heute Vormittag (Dienstag, den 28.08) im Rathaus.
Ob dies im Sinne des Landrates ist, der mit Latussek nicht im gleichen Atemzug genannt werden will?
Obwohl auch der Bürgermeister von der Antifa Düren über die Verbindungen des Herrn Latussek zu neofaschistischen Kreisen informiert wurde, ist er im Gegensatz zu seinem Parteifreund, dem Landrat Spelthahn, noch nicht bereit, die Werbung für diese Veranstaltung einzustellen.
Offensichtlich ist dies ein politisches Bekenntnis des Bürgermeisters und der CDU- Ratsfraktion.
Dies wird erhärtet durch folgende Fakten:
Erstens: Der Bürgermeister Larue und die CDU- Ratsfraktion haben sich auch im vergangenem Jahr demonstrativ hinter den Festredners zum "Tag der Heimat" 2000 in Düren, Herrn Goldmann gestellt, dem ebenfalls durch die Antifa Düren eindeutig Verbindungen zu Neofaschisten nachgewiesen wurden.
Zweitens: Anstatt das Engagement junger Menschen in der Antifa Düren zu unterstützen, wurde ihnen mit der CDU- Mehrheit im Rathaus kein Pfennig aus dem "Fonds gegen Rechts" gegeben. Stattdessen wurde die Hetzkampagne gegen die Antifa vom Fraktionsvorsitzenden der CDU, Karl Albert Esser auf die Spitze getrieben.
Drittens: Wurde von Seiten der CDU im vergangenem Jahr gegen den Abgeordneten der PDS- Offene Liste im Rat der Stadt Düren gehetzt, nur weil er couragiert die Abgeordneten mit einem Antrag aufgefordert hatte, der Veranstaltung zum "Tag der Heimat" 2000 fernzubleiben. Diese Aufforderung wurde auch im vergangenem Jahr mit den Verbindungen des Redners in neofaschistische Kreise (Witikobund) begründete.
Wir fordern zum wiederholten Mal alle Politiker auf, dem positiven Beispiel des Herrn Spelthahn zu folgen, und der Veranstaltung des Bundes der Vertriebene zum "Tag der Heimat" fernzubleiben. Stattdessen laden wir alle Menschen ein sich an den Protestaktionen gegen Naziterror, Rassismus und Revanchismus am 8.September in Düren zu beteiligen.
Den Bürgermeister fordern wir auf, die Werbung für eine Veranstaltung mit einem, der neofaschistischen Szene eng verbundenen Festredner, zu unterlassen.
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