von Antifa Düren - 5.11.2004 21:39
Trotz Ausladung: Keine Entwarnung!
Der Neofaschist Latussek ist als Festredner zum "Tag der Heimat" vom BdV Düren ausgeladen worden.Dieser Teilerfolg, an dem die Antifa Düren großen Anteil hat, ist allerdings kein Grund zur Entwarnung. Denn Latussek wurde aus rein taktischen Gründen ausgeladen.Die Beweislast, die unzweifelhaft aufzeigt, dass Latussek der neofaschistischen Szene angehört, hat selbst Politiker aus der CDU, die ja wahrlich nicht zu den "so genannten Antifaschisten" zählen, dazu gebracht, zum BdV Düren auf Distanz zu gehen. Der dadurch entstandene Druck auf den BdV und nicht die Inhalte die Latussek vertritt, sind der Grund, das Latussek ausgeladen wurde.
Rechte Redner: Programm des BdV Düren
Das Latussek ausgeladen wurde, ändert nichts an der geistigen Verwandtschaft des Kreisverbandes Düren mit ihm. Selbst unter der erdrückenden Beweislast, spricht der Hard-liner Weschke, in Funktion des BdV Kreisvorsitzenden Düren, laut Dürener Zeitung vom 21.08.2001 davon, daß der Thüringer BdV- Vorsitzende und BdV – Vize ein "untadeliger Mann" sei, gegen "den man nichts sagen könne". Bis heute hat sich Weschke nicht von Latussek distanziert. Mit Latussek hat der Kreisvorsitzende des BdV Düren Kontinuität bei der Auswahl seiner Redner bewiesen. Im vergangenem Jahr war es Rüdiger Goldmann und 1995 Renate Sappelt. Auch diesen beiden Rednern wurden eindeutige Verbindungen in die neofaschistische Szene nachgewiesen. Dies ist kein Zufall, sondern Programm des BdV.
Es gibt viele Latusseks im BdV
Wer sich einmal intensiver mit der Geschichte des BdV auseinander setzt, der wird sehr schnell zu der Erkenntnis gelangen, daß von Anfang an Faschisten im BdV wesentlichen Einfluss hatten, was sich bis heute nicht geändert hat. Die Grenzen zwischen Konservativen und Faschisten sind dort fließend. Kurzfristig war es richtig, den Protest gegen die Veranstaltung des BdV auf die Personen Latussek und Weschke zu fokusieren. Nur so war es möglich, eine breite Mehrheit zu bekommen, die den Druck erzeugte, der selbst einen Faschistenfreund wie Weschke zum Einlenken zwang. Langfristig muß sich allerdings intensiv mit der Rolle der Vertriebenenverbände im Ganzen auseinandergesetzt werden. Außerdem muß das Zusammenspiel zwischen Konservativen und alten und neuen Faschisten klar herausgestellt werden. Es gibt viele "Latusseks" im BdV und nicht nur in Düren. "Latusseks" sind Programm des BdV. Es ist kein Zufall, dass Latussek Vizepräsident des BdV ist. Wenn jetzt, nachdem Latussek ausgeladen wurde so getan wird, als wäre alles wieder im Lot, so ist dies eindeutig das falsche Signal. Dies würde bedeuten, den Dreck unter den Teppich zu kehren. Der Dreck muß aber weg!
Wir fordern: Boykott des "Tag der Heimat"
Deshalb fordern wir den Bürgermeister auf , daß er dem verlockenden Angebot sich bei den Heimatvertriebenen präsentieren zu können, nicht nachgibt. Es sei denn, er möchte als würdiger Ersatzmann von Latussek in die Geschichte des BdV eingehen, und sich nahtlos in die Reihen seiner "integeren" Vorredner Goldmann und Sappelt einreihen. Den Landrat fordern wir auf, keine Schirmherrschaft über die Veranstaltung des BdV zu übernehmen denn: Weschke oder Latussek, wo ist da der Unterschied? Auch alle anderen Politiker fordern wir auf, der Veranstaltung zum "Tag der Heimat" fernzubleiben. Denn eine Organisation wie der Bund der Vertriebenen, in denen Personen wie Latussek hochrangige Funktionäre sind, kann wahrlich keine demokratische Organisation sein.Wir lassen uns von Weschke und dem BdV jedenfalls keinen Sand in die Augen streuen, und halten an den für den 8.September geplanten Protesten fest.
Keinen Fußbreit den Faschisten!
|