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29.6.2002 - Nazi-Pressefest nach nur 2 1/2 Stunden beendet
von Antifa Düren - 5.11.2004 21:14

Manfred Rouhs, Herausgeber der neofaschistischen Zeitschrift „Signal“ und Funktionär der rechtsradikalen „Bürgerbewegung Pro Köln“ musste heute sowohl in politischer wie auch in finanzieller Hinsicht eine empfindliche Niederlage hinnehmen.

Rouhs musste mit seinem „Pressefest“ nach Widdersdorf am Rand von Köln ausweichen. Die Veranstaltung sollte ursprünglich mitten im Zentrum von Köln stattfinden, dies wurde jedoch von den Behörden untersagt.

Nur knapp 85 Nazis fanden den Weg nach Widdersdorf. Rouhs hatte im Vorfeld großspurig mehrere hundert Teilnehmer angekündigt. Nur unter massiven Polizeischutz und begleitet von antifaschistischen Protesten konnten sich die Rechten auf einem Sportplatz versammeln. Für zahlreiche Teilnehmer des „Pressefests“ artete die Anreise zu einem regelrechtem Spießrutenlauf aus – eine ganze Reihe machte Kontakt mit Eiern, Tomaten und anderen Wurfgeschossen, andere kamen aufgrund einer Sitzblockade erst gar nicht zum Veranstaltungsort.

Nach nur zweieinhalb Stunden fand der braune Spuk ein Ende. Die für den Abend angekündigten Skinheads-Bands hatten auf einmal keine Lust mehr zu spielen. Neben der geringen Zuschauerzahl dürften vor allem die energischen antifaschistischen Proteste der Grund gewesen sein. Nach einem Katz- und Mausspiel mit der Polizei gelang es etwa 200 Antifaschisten, in unmittelbare Nähe des Pressefest-Zeltes zu gelangen. Anschließend packte Rouhs ein, die Nazis wurden unter Polizeischutz aus Widdersdorf hinaus eskortiert. Eigentlich sollte das Signal-Fest das ganze Wochenende stattfinden. Insgesamt beteilligten sich ca. 500 Menschen an den antifaschistischen Protesten, darunter erfreulicherweise auch eine ganze Reihe Widdersdorfer Einwohner.

Somit war der Tag ein politisches Desaster für Rouhs & Co. Und auch in finanzieller Hinsicht wird der Nazi-Funktionär noch Probleme kriegen, hatte er doch mit einer weitaus größeren Teilnehmerzahl gerechnet.

Nach dem verhinderten Aufmarsch in Köln-Chorweiler im Februar gelang es Antifaschisten zum zweiten Mal in Folge, Rouhs eine empfindliche Niederlage zu bereiten. Für kommenden Samstag (6. Juli) plant „Pro Köln“ eine erneute Provokation. Der rechtsradikale Verein plant, gegen den CSD zu demonstrieren. Machen wir das 3:0 !

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