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Reaktionen auf den Vortrag des SuperC-Sprechers bei der rechtsextremen Libertas Brünn
von Antifaprojekt an den Aachener Hochschulen - 2.11.2004 21:03

Nachdem der Sprecher des Super-Cs der RWTH Aachen Roland Gaschnitz einen Vortrag bei der Libertas Brünn gehalten hat, welche, wie auch ihm bekannt ist, als rechtsextrem einzustufen ist, kritisiert nun der AStA der RWTH den Auftritt bei der Burschenschaft.

Gaschnitz hatte im Vorfeld, auf die rechtsextreme Einstellung der Verbindung angesprochen, noch geantwortet "Die denkbaren poltischen oder anderweitigen Ansichten der jeweiligen Gastgeber einer solchen Veranstaltung sind für mich als Vertreter des Projektes und damit der RWTH zunächst einmal nicht von Bedeutung".

Pressebericht Klarmann: http://myblog.de/comment.php?id=464703&blog=klarmann

Offener Brief des AStA:
( http://www.asta.rwth-aachen.de/article/848/de/)

EmpfängerIn: Projektgruppe Super C Geotherm, Rektorat

Sehr geehrte Damen und Herren,

durch Flyer in der Mensa wurde auf einen Vortrag der Projektgruppe SuperC Geotherm am 27.10.2004 bei der Burschenschaft Libertas Brünn hingewiesen.

Wir wenden uns entschieden gegen ein Auftreten Ihrerseits bei der Burschenschaft Libertas Brünn, da dies in unseren Augen dem rechten Rand des Aachener Verbindungsspektrums ein Forum zur Selbstdarstellung in der Öffentlichkeit bietet. Ein offizielles Auftreten der RWTH bei der Libertas Brünn kann unserer Meinung nach das Ansehen der Hochschule in der Öffentlichkeit schädigen.

Das Studierendenparlament (SP) hat auf seiner Sitzung am 6. Juni 2000 mit großer Mehrheit eine Erklärung "Gemeinsam gegen Rechtsextremismus" beschlossen. Anlass war damals eine Demonstration der NPD-Jugend "Junge Nationaldemokraten" auf dem Lindenplatz. Ein Mitglied der damaliegen Gruppe "aktiv", die als Kontaktadresse die Burschenschaft Libertas Brünn angab, war Teilnehmer dieser Demonstration. In dieser Erklärung wurde die Burschenschaft Libertas Brünn folgendermaßen beschrieben:

"Die Aachener Burschenschaft "Libertas Brünn" stellt innerhalb der burschenschaftlichen Szene den rechten Rand dar. Durch den Eintritt einiger Aktivisten aus der rechten Szene konnte Libertas in den letzten Jahren mehrere Neuzugänge vorweisen. Mehrfach traten Libertas Brünn und JN in Aachen gemeinsam in Erscheinung. "Längst ist Libertas Teil des bundesweit geknüpften Netzwerks der Rechten. Das Haus am Muffeter Weg war in der Vergangenheit mehrfach Anlaufstelle für die Spitzenleute der Szene: Der Holocaust-Leugner und Herausgeber der rechtsextremen "Staatsbriefe", Hans-Dietrich Sander, referierte hier ebenso, wie der Bundesvorsitzende der Republikaner, Rolf Schlierer." (AN, 17.2.1998)."

Der für die NPD im Rat der Stadt Stolberg sitzende Oliver Harf trat als Mitglied der Libertas Brünn auf. Dies zeigt auch aktuell die Nähe der Burschenschaft Libertas Brünn zu rechtsextremen Kreisen.
Wir finden es unhaltbar, dass die Projektgruppe SuperC Geotherm, ein Aushängeschild der RWTH, gemeinsam mit Referenten wie Hans-Dietrich Sander, Rolf Schlierer oder Horst Mahler genannt werden kann. Der oben genannten Erklärung folgend, rufen wir alle Angehörigen der RWTH auf, "nicht länger - etwa als Gastredner - an Veranstaltungen der Libertas Brünn [...] teilzunehmen."

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