von Antifaprojekt an den Aachener Hochschulen - 31.10.2004 16:33
Der Sprecher des SuperC-Projektes der RWTH Aachen hat bei der (auch ihm) als neofaschistisch bekannten Libertas Brünn einen Vortrag zum Super C gehalten. Er äußerte sich wie folgt: "Die denkbaren poltischen oder anderweitigen Ansichten der jeweiligen Gastgeber einer solchen Veranstaltung sind für mich als Vertreter des Projektes und damit der RWTH zunächst einmal nicht von Bedeutung".
Dazu ein Leserbrief an die Aachener Nachrichten:
„ Die RWTH Projektgruppe „Super C“ leistet eine breite Öffentlichkeitsarbeit. Sie leistet sich aber auch Aktivitäten, die von großer politischer Instinktlosigkeit zeugen. Ein Sprecher der Projektgruppe Super-C, Herr Dr. Roland Gaschnitz vom Institut für Markscheidewesen der RWTH, referierte im Auftrag der Projektgruppe bei der neofaschistischen Burschenschaft Libertas-Brünn. Obwohl er über die Verbindungen dieser Burschenschaft zur NPD aufgeklärt worden war, hielt er an seinem angeblich unpolitischen Vortrag fest. Die Neonazis können wiederum mit einem Wissenschaftler „glänzen“, Herr Gaschnitz war ja nicht der erste.
Herr Gaschnitz hat die Vorwürfe in seiner Projektgruppe besprochen und war mit Billigung der Forschergruppe bei den Neonazis. Diese Wissenschaftler haben aus der Geschichte ihrer Vorgänger nichts gelernt. Die Professoren der RWTH haben nach 1945 alle behauptet „Ich diente nur der Technik“. Niemand hatte über die eigene Verantwortung für das Funktionieren des Unterdrückerstaates, für die Führung eines Angriffs- und Vernichtungskrieges nachgedacht.
Es rächt sich, dass die RWTH als Ganzes die Aufarbeitung ihrer Geschichte nur als ein Wegschieben von Verantwortung betrachtet. Wenn Wissenschaftler heute nach ihrer Verantwortung dafür gefragt werden, dass Auschwitz nie mehr geschehen kann, erntet man Achselzucken und die Hände werden in den Hosentaschen vergraben. Die Zivilcourage dieser Wissenschaftler reicht nicht mal zu einem einfachen NEIN. Vor diesem Hintergrund ist das unverantwortliche und politisch blinde Handeln der Projektgruppe Super C erklär-ab er nicht entschuldbar.
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