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Stolberg: Antifakonzert trotz Naziprovokationen mit ca. 300 Teilnehmern
von s.p.u.n.k. aachen - 12.9.2004 22:24

morgens: Antifas kleben Plakate, Willibert Kunkel, Olliver Harf und weitere Nazis - mehrere auch aus Kameradschaft Aachener Land (KAL) - beschimpfen, bedrohen Antifas und versuchen sie anzugreifen. CDU-Bürgermeister Siebertz spricht zu den eindeutig erkennbaren militanten Neonazis (Glatzen mit KAL-T-Shirts, Combat-18 etc.), welche fast die einzigen Zuschauer sind, ohne mit der Wimper zu zucken. Kunkel versucht legale Plakatierung zu verhindern, Polizei weigert sich Strafanzeige wegen Bedrohung gegen Olliver Harf aufzunehmen.
abends: Nazis sammeln sich bei Kunkel in der Prämienstrasse und beim EDEKA - Kunkel provoziert durchgehend und versucht Antifas anzugreifen und zu bedrohen - die Polizei hält die Nazis auf Abstand, nur abends lässt sie den da stockbesoffenen Kunkel mit Nazifrau zum Konzert, wo er prompt wieder versucht Antifas zu provozieren. Die Konzertzuschauer bleiben im Gegensatz zu den Nazis großteils friedlich.
Konzert ist mit mehr als 300 ZuschauerInnen großer Erfolg, viele StolbergerInnen, die von Kunkel, Harf und anderen Nazis genug haben.

Antifaplakatieren am Morgen

Schon morgens waren AntifaschistInnen nach Stolberg gefahren, um im Zuge der Aktion "Keine Nazis in den Stadtrat" Plakate zu kleben.
Auf dem Marktplatz standen schon einige Möchtegern-Anti-Antifas, darunter auch Kunkels Tochter mit Deutschlandarmband und coNSDAPle-Pulli - ein Nazilabel, gegründet nur zu dem Zweck, eine legale Möglichkeit seine Zugehörigkeit zur NSDAP (bzw. deren Nachfolgeorganisationen) zu bekennen zu schaffen.

Kunkel-tocher mit NSDAP-Werbung
Kunkels Tochter mit NSDAP-Werbung



"Willibert Kunkel und seine Frau kandidieren beide für den Stadtrat, seine Tochter trägt die NSDAP zur Schau und spielt AntiAntifa (sie und ihr Freund versuchten hauptsächlich unauffällig die Antifas zu betrachten) - eine Nazifamilie wie sie im (Geschichts-)buche steht."

Willibert Kunkel selber war zu diesem Zeitpunkt noch nicht vor Ort, er lief mit Olliver Harf und ca. 30 weiteren Nazis den plakatierenden Antifas über den Weg. Die Polizei war sofort mit mehreren Einsatzwagen vor Ort, und sorgte dafür, dass sich die Nazis weiter zum Marktplatz begaben, um während der Stadtaktion "Stolberg räumt auf" ihre faschistische Propaganda verbreiten zu können.
Nazis am Bahnhof

Nazis am Bahnhof
ganz rechts: Oliver Harf und Willibert Kunkel

Nazis am Bahnhof

Nazis am Bahnhof

Nazis am Bahnhof

Nazis am Bahnhof

Nazis am Bahnhof

Nazis am Bahnhof

Nazis am Bahnhof

Nazis am Bahnhof

Nazis am Bahnhof

Nazis am Bahnhof

Nazis am Bahnhof

Nazis am Bahnhof

Nazis am Bahnhof

Nazis am Bahnhof



Dort (am Markt) fühlten sich Oliver Harf und Kunkel von fotografierenden Antifas gestört ("Mein Gesicht ist sicher nicht so schön, dass du es fotografieren willst" - Olli Harf). Die Polizei weigerte sich Anzeige aufzunehmen, obwohl Harf klar mit Gewalt drohte. Sie sah dann auch tatenlos zu, wie Kunkel versuchte die plakatierenden Antifas zu fotografieren, er musste von Antifas (im Gegensatz zum NPDler friedlich) daran gehindert werden (Kunkel: "Wenn du das noch einmal machst, dann hast du keine Glocken mehr").
Nazis am Marktplatz + Naziprovokationen

Nazis am Bahnhof
Glatze in der Mitte: Rene Laube

Nazis am Markt
Glatze in der Mitte: Rene Laube

Nazis am Markt

Olliver Harf fühlt sich vom Fotografen gestört
Oliver Harf (links im Bild) fühlt sich fotografiert
"Meine Fresse ist nicht so schön, dass du sie fotografieren müsstest!"


Kunkel fühlt sich angepisst - war er auch hier schon besoffen??
Kunkel fühlt sich angepisst...

Kunkel fotografiert mit seiner Samsung-Digicam (er versuchts zumindestens)
... und versucht zu fotografieren



Nur der Friedfertigkeit der Antifas, die sich zurückzogen, war es zu verdanken, dass Kunkel nicht tatsächlich - wie angedroht - gewalttätig werden konnte.

- Selbst für den unbeteiligten Betrachter wurde klar, dass Kunkel und Harf, wenn auch ohne Glatze, zur militanten Neonaziszene zu rechnen sind. - nur der CDU-Bürgermeister schien nicht realisieren zu wollen, dass die meisten Teilnehmer der Aktion "Stolberg räumt auf" Neonazis waren, obwohl sie z.B. durch Kameradschaft-Aachener-Land, Combat 18 oder andere zur Schau gestellten Symbole selbst für Laien als Nazis erkennbar waren. Bürgermeister Siebertz (CDU) hat nix gegen Nazis
Bürgermeister Siebertz (CDU) hat nix gegen Nazis


Ohne auf die Anwesenheit der Nazis einzugehen fing er seine Rede an. Die nicht vorhandene Abgrenzung der CDU und des Bürgermeisters in Stolberg zur militanten Neonaziszene ist nicht hinnehmbar.
Die Nazis gewannen sogar in der Tombola Preise für ihre "Aufräumarbeit" (Presseartikel: http://myblog.de/klarmann/)

Die Antifas plakatierten derweil im Rest Stolbergs weiter.
Die Antifaplakate
Die Antifaplakate


Das Konzert

Fight Fascism IV

Bands auf dem Konzert
Masons Arms

Bands bei Fight Fascism IV

Bands bei Fight Fascism IV

Bands bei Fight Fascism IV

Bands bei Fight Fascism IV




Abends fand dann das antifaschistische Konzert statt, um den Nazis etwas entgegen zu setzen, und den Jugendlichen zu helfen, antifaschistische Freiräume zurück zu erobern. Trotz der ständigen Provokationen durch herumlaufende Faschos, verlief das Konzert von Besucherseite aus friedlich.
Um die 300 BesucherInnen, darunter auch viele SchülerInnen aus Stolberg, kamen in Genuss, Fade Away, Longing for Tomorrow, Absent without leave, Spanking the Monkey und Masons Arms live zu hören.
Ein Büchertisch und ein Informationsstand boten Informationen zum Thema Rechtsextremismus an.
Büchertisch
Der Büchertisch



Ca. 15 Neonazis sammelten sich derweil vor Kunkels Haus in der Prämienstrasse an einem EDEKA-Parkplatz, ein Fascho mit Anti-Ché-Guevara Fahne, um sich - mangels der Möglichkeit das Konzert zu stören, da die Polizei ihnen den Weg versperrte - zu besaufen. Später wurden sie dann von der Polizei weggeschickt und versammelten sich ein paar Kreuzungen weiter.
Nazis in der Prämienstrasse

Nazis in der Prämienstrasse

Später am Abend tauchte dann noch Kunkel nebst Frau vor dem Konzert auf, um die Teilnehmer zu provozieren. Die Polizei geleitete die Nazi-Störer nach Hause.
Kunkel nach Augen- und NasenzeugInnenBerichten schwer alkoholisiert
Kunkel nach Augen- und NasenzeugInnenBerichten schwer alkoholisiert


Presseberichte: 1 1

Das Resumee

Für die Veranstalter war das Konzert ein weiterer (kleiner) Schritt in die richtige Richtung, auch Stolberg nazifrei zu kriegen.
Die Akzeptanz gegenüber Neofaschisten, wie z.B. vom CDU-Bürgermeister Siebertz auch an diesem Tag praktiziert, muss ein für alle Male gestoppt werden - insbesondere da jedem klar sein muss, dass die Kunkels, Harf und Co nicht nur sporadisch mit militanten Nazis (z.B. der KAL) zusammenarbeiten, sondern sich die Zusammenarbeit als festes Bündnis von Gleichgesinnten Faschisten etabliert hat.

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